2010 Kuba

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Nach Kuba? - Ja, nach Kuba, die Insel in der Karibik zwischen Florida und Haiti oder zwischen den Bahamas und Jamaika. Alles klar?

Ich wurde im Vorfeld gefragt, warum es ausgerechnet Kuba sein soll. Es war zunächst eine spontane Idee, welche jedoch ihre Vorteile hat. Kuba steht imho vor einem Wandel. Noch kann man viel vom alten Kuba erleben, aber es wird Zeit. Anderseits ist Kuba touristisch gut erschlossen und ermuntert auch Individualtouristen zu einem Besuch. Ich war lange nicht mehr mit dem Rucksack unterwegs und wollte nach vielen Jahren endlich mal wieder 'raus, entspannen, abhängen, aber auch flexibel etwas erleben, wenn mir der Sinn danach steht. Und Kuba schien dafür geeignet zu sein.


Ich habe nur fünf, aber sehr verschiedene Orte besucht. Nie hatte ich den Eindruck dort anzukommen, wo ich gerade abgereist war:

Eine Auswahl optischer Eindrücke vermitteln die Fotogalerien.

Vorbereitungen

Es war knapp. Erst recht spät war klar, wann ich mich für ein paar Wochen verdrücken kann. Nach ein paar Recherchen im Internet habe ich im Reisebüro (btw: etwas günstiger als im Internet) den Flug inkl. Touristenkarte, welche ein Visum ersetzt, gebucht: vom 21. Februar bis 22. März 2010. Dazu kamen, weil es die Einreisebestimmungen so wünschen, zwei erste Übernachtungen, wobei sich Havanna anbot. Ein Reiseführer gab mir einen ersten Einblick. Eigentlich wollte ich noch meine Spanisch-Kenntnisse auffrischen und den Reiseführer soweit lesen, dass ich die Highlights kenne. Naja, die Zeit... Immerhin habe ich noch schnell einen Spanisch-Kurs auf den Laptop gespielt #-)

2010-02-21 Auf nach Kuba

Nach einem gemeinsamen Frühstück setzte mich Mutter um 9 Uhr am Flughafen Düsseldorf ab. Einchecken und Sicherheitskontrolle waren eine Sache von Minuten. Pünktlich um 10:55 Uhr ging's ab nach Paris. Hier musste ich für den Weiterflug um 13:35 Uhr den Terminal wechseln. Als Problem stellte sich die Passkontrolle heraus, denn es waren nur wenige Schalter besetzt vor denen sich lange Schlangen befanden. 13:30 Uhr war auch die Sicherheitskontrolle geschafft und ich hetzte mit den schlimmsten Befürchtungen zum Gate. Dort erwartete mich ...eine Menschenschlange. Das Boarding hatte sich verzögert - mein Glück :-)

Für den Transport von Schlachtvieh gibt es in der EU umfangreiche Mindeststandards. Für Menschen wünsche ich mir ähnliche Regelungen!

Die Zeitverschiebung zu Kuba betrug 6 Stunden. Um 18 Uhr Ortszeit landeten wir in Havanna. Passkontrolle, Gepäckband, Zoll, Geldwechsel ...alles mit Warten verbunden. Aber es ging zügig voran. Gegen halb acht stieg ich in ein Taxi. Es war wohl der schnellste Lada in ganz Kuba ...und das galt auch für den Fahrer. Im Zickzack rasten wir Richtung Stadt, umfuhren rote Ampeln und durchflogen Kreisverkehre, wobei den Anderen unsere Präsenz kontinuierlich durch die robuste Hupe deutlich gemacht wurde. Der Fahrer hatte sich den erhöhten Fahrpreis von 30 CUC wirklich verdient, denn kurz nach acht lag ich bereits müde im Bett.

2010-02-22 Regnerischer Start

CUC ist die Abkürzung für die kubanische Touristenwährung in Peso. Dabei entsprach ein Euro ca. 1,20 CUC. Die Einheimischen zahlen auch in Peso, dem Moneda National, dem normalen Peso. Für einen CUC bekam man zwar 25 normale Peso, aber damit bekam man eben nicht alles. Es erinnert an die Devisenläden in der DDR, welche gegen harte Währung ein erstaunlich umfangreiches Angebot hatten.

Einmal rund um die Uhr und um acht in der Frühe wachte ich auf. Beim Frühstück in der siebten Etage des Hotels war es nicht mehr zu übersehen: Es regnete kräftig. Erst ab Mittag hörte der Regen auf und ich startete zu meiner ersten Runde durch Havanna. Das einzige erreichbare Internet Cafe war außer Betrieb, die Bank hatte zu und ein Straßenverkäufer mit Uhren oder Kämme lief mir nicht über den Weg ...irgendetwas vergisst man ja immer einzupacken, nicht wahr? Einige Regentropfen zwischendurch hielten sich von der Anzahl mit den gemachten Fotos die Waage. Zurück im Hotel stand langsam eine Entscheidung an: Wo wollte ich als nächstes hin? Der Reiseführer wurde studiert und es kristallisierte sich Viñales heraus: Der Ort im gleichnamigen Tal gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

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Bernard Henter, Niederstr. 40, 47877 Willich, Tel 02154-6238, email info@henter.name